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Steuerliche Hinweise für Hochwassergeschädigte

10.06.2013 - Das Hochwasser Anfang Juni 2013 verursachte in Süd- und Ostdeutschland eine Vielzahl von Schäden, dessen Beseitigung bei vielen steuerpflichtigen Bürgerinnen und Bürgern zu erheblichen finanziellen Belastungen führen wird. Den Geschädigten soll nun durch steuerliche Maßnahmen zur Vermeidung unbilliger Härten unbürokratisch geholfen werden.

Maßnahmen zur Steuererleichterung

Das Bundesministerium der Finanzen hat gemeinsam mit den Ländern Maßnahmen beschlossen, die Verfahrenserleichterungen für Steuerpflichtige vorsehen, die unmittelbar von den Folgen des Hochwassers betroffen sind. Die Maßnahmen beinhalten unter anderem Steuererleichterungen durch die Anpassung der Vorauszahlungen auf die Einkommen- und Körperschaftsteuer und die Stundung fälliger Steuern sowie der Verzicht auf Vollstreckungsmaßnahmen und Säumniszuschläge. Weitere Möglichkeiten sind die Bildung steuerfreier Rücklagen und Abschreibungserleichterungen bei Ersatzbeschaffung sowie die steuerliche Berücksichtigung der notwendigen Aufwendungen für die Wiederbeschaffung von Hausrat und Kleidung.

Ansprechpartner möglichst früh aufsuchen

Auch bei den steuerlichen Nachweispflichten - und dies beinhaltet auch die Spendennachweise - wird zurzeit großzügig verfahren. Als Nachweis der Zuwendungen genügt demnach nur der Barzahlungsbeleg oder die Buchungsbestätigung des Kreditinstituts. Betroffene sollten sich wegen möglicher steuerlicher Hilfsmaßnahmen mit ihrem Finanzamt in Verbindung zu setzen. Die Gemeinden stehen als Ansprechpartner beim Erlass der Grundsteuer oder der Gewerbesteuer zur Verfügung. An den Sofortmaßnahmen sind die Länder Bayern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg, Brandenburg und Thüringen beteiligt.

redaktionell verantwortlich: mittelstanddirekt