Volksbank Raesfeld weiterhin auf sicherem Kurs

Gute Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr / Mitgliederzahl auf über 3.000 gestiegen / Systemumstellung stellt Herausforderung dar / Humorist Martin Schopps rundete den Abend ab

Raesfeld. Zufriedene Gesichter bei der Volksbank Raesfeld beim Rückblick auf das Jahr 2017: Denn sie erwirtschaftete gute Zahlen in einem doch eher turbulenten wirtschaftlichen Umfeld. Dazu legten Vorstand und Aufsichtsrat der Bank auf der diesjährigen Generalversammlung den Bericht vor den Mitgliedern ab. Über 200 Mitglieder und Gäste konnte der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Jan-Bernd Seier, in der Festscheune „Hecheltjen’s Hof“ begrüßen.

Vorstandsmitglied Marcus Feldhaar konnte von einem erfolgreichen Geschäftsjahr berichten. Das Jahr 2017 war von einer starken Ausweitung der Kundeneinlagen und des Kreditgeschäfts geprägt, die noch deutlicher als im Vorjahr ausfiel.  Die betreuten Kundeneinlagen wuchsen um mehr als 3 Prozent auf 117 Mio. Euro. 116 Mio. Euro betreute Kundenkredite, das ist eine Steigerung um über 8 Prozent zum Vorjahr, waren an Mitglieder und Kunden ausgeliehen.

Zugelegt hat auch die Mitgliederzahl: Das genossenschaftliche Modell hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 89 Neumitglieder überzeugt. Die Anzahl der Anteilseigner der Volksbank Raesfeld stieg somit auf 3.007.

Der Ergebnisverwendungsvorschlag, den der Vorstand der Generalversammlung unterbreitete, sah erneut eine Dividendenausschüttung in Höhe von 7,75 Prozent auf das jeweilige Geschäftsguthaben vor. Feldhaar hob in seiner Rede hervor, dass die Bank das Vertrauen der Mitglieder honorieren und diese am Geschäftserfolg überdurchschnittlich teilhaben lassen möchte. Dieser Vorschlag fand die ungeteilte Zustimmung der Versammlung. Alle anwesenden Mitglieder erteilten Vorstand und Aufsichtsrat nach ihren jeweiligen Berichten die Entlastung.

Andreas Hidding und Volker Hüppe stellten sich für eine mögliche Wiederwahl zur Verfügung, die von der Generalversammlung so bestätigt wurde. Somit gehören sie weitere drei Jahre dem Kontrollgremium an.

Die große Herausforderung vor der die Volksbank Raesfeld seit dem Berichtsjahr steht ist die Softwareumstellung auf „agree21“. Die zwei bisherigen Rechenzentren der genossenschaftlichen Banken in Deutschland haben fusioniert. Aus diesem Grund gibt es für die rund 1.000 Institute ein neues, gemeinsames System. Diese Umstellung bewältigt die Bank zusammen mit fünf weiteren Instituten aus dem Umkreis. Getreu dem genossenschaftlichen Motto „Was einer nicht schafft, das schaffen viele“ arbeiten die Banken eng zusammen. Die Mitarbeiter müssen zur Vorbereitung einen zentralen Trainingsplan abarbeiten, der knapp 100 Schulungstage für jeweils zwei bis drei Teilnehmer aus jedem Institut vorsieht. Zusätzlich wird anschließend eine Vielzahl von Anwenderschulungen durchgeführt werden müssen. Um diesen umfassenden Schulungsbedarf bewältigen zu können, werden diese ebenfalls mit Abstimmung der Volksbank Erle erfolgen.

Vor dem Bericht seines Kollegen Marcus Feldhaar hatte der Vorstandsvorsitzende der Bank, Oliver Cichowski, an den genossenschaftlichen Gedanken erinnert. Zum 200. Geburtstag von Friedrich Wilhelm Raiffeisen machte er darauf aufmerksam, dass die Grundsätze der Selbsthilfe, Selbstverantwortung und Selbstverwaltung damals wie auch heute in der Genossenschaftsbank Bestand haben. Aus diesem Grund lag dem Vorstand in diesem Jahr besonders viel an der Ehrung der langjährigen Mitglieder. „Nur die Treue der Mitglieder und Kunden macht es nach wie vor möglich, dass die Volksbank Raesfeld gewachsen ist und heute so leistungsstark dasteht“, so Cichowski.

Seit 40 Jahren gehören Helmut Kölking, Ruth Spangemacher, Günter Gohsen, Michael Beyer, Hermann Robert, Maria-Elisabeth Rensing, Heinrich Nagel, Wilfried Suer, Ferdinand Overkämping, Andreas Makollus, Günter Lanvermann, Hans-Peter Kuhmann, Karl-Heinz Brömmel, Dagmar Wilde und Hans-Jochen Welsing der Bank als Mitglied an. Auf eine 50-jährige Mitgliedschaft blicken Maria Nagel, Wilhelm Schierenberg, Franz-Josef Stenert, Martin Loker, Heinz Bröker, Clemens Terhart, Bernhard Marpert sowie Maria Buß zurück. Vor 60 Jahren haben die Jubilare Josef Brunsbach und Wilhelm Bleker ihre Mitgliedschaft erworben. Die geehrten Mitglieder bekamen als Dank und Anerkennung eine Urkunde sowie einen Korb mit typisch münsterländischen Spezialitäten überreicht.

Nachdem alle Regularien erledigt waren, sorgte  Martin Schopps für einen gelungenen Abschluss des Abends. Der Humorist und Moderator ist hauptberuflich Lehrer, wodurch seine Redegewandtheit und Durchsetzungsvermögen für ihn zum Alltag gehören. Mit Witz und Charme referierte er über die Eigenheiten der Jugend und dem Leben in der Schule. Zudem erinnerte er an Szenen in einer Beziehung, die der ein oder andere Anwesende kannte. Daher hatte er die Lacher auf seiner Seite.